Unser diesjähriger Jahresausflug führte uns tief in den Schwarzwald und ein wenig nach Württemberg hinein. Unser Ziel war Alpirsbach, wo wir uns bei einer Führung durch das Kloster in die Geschichte des Ortes einweihen ließen.
Schon recht früh, gegen 7:50 Uhr, trafen wir uns, insgesamt 38 Montagsturner mit ihren Damen, am Hauptbahnhof. Im Zug gab es zur Begrüßung traditionell Sekt und Brezel. Peter und Edgar bereiteten uns dann auf die kommenden Ereignisse vor. In Hausach stiegen wir in die Ortenau-S-Bahn um und waren um 10 Uhr in Alpirsbach.
Ein Spaziergang von wenigen Minuten brachte uns zum Kloster. Nach kurzer Wartezeit begrüßte uns Frau Binder als Führerin und begleitete uns durch die Kirche, in der zur Zeit Reparaturarbeiten im Gange sind, die auch die elektrische Installation betreffen. Es war also recht dunkel darin, wir trösteten uns aber damit, dass die Besucher bis vor etwa 100 Jahren auch nicht mehr gesehen hatten.
Interessant war zu erfahren, dass nach den Bauernkriegen mit der Reformation die Kirche evangelisch wurde und mit kurzen Unterbrechungen bis heute blieb. Der katholischen Gemeinde dient jetzt das ehemalige Refektorium als Gotteshaus. Dann führte sie uns durch den Kreuzgang in den begrünten Innenhof, von dem man einen besonders eindrucksvollen Blick auf die Bauwerke hatte. Weiter ging es in den spartanischen Wohnbebereich der Mönche. Schließlich besuchten wir noch das Kloster-Museum in der ehemaligen Abts-Wohnung.
Nach dieser eindrucksvollen Führung gingen wir zu unserer Mittagspause im Gasthof "Schwanen Post", wobei wir die Alpirsbacher Klosterbrauerei links liegen ließen!
Nach der Pause brachen die Wanderlustigen zu einem Besuch des Naturschutz-Gebiets "Glaswiesen" auf, die anderen setzten sich gemütlich in den Kurgarten. Die "Glaswiesen" sind ein vom Alpirsbächle, das am oberen Ende der Wiesen entspringt und von vielen Seitenbächen gespeist wird, durchflossenes Gelände mit niedrigem Bewuchs. Wir gingen hinauf bis fast zur Quelle. Zurück in Alpirsbach, trafen wir wieder mit den Ausgeruhten zusammen, gingen zum Bahnhof und fuhren zum zweiten Teil unseres Ausflugs nach Schiltach.
Dieses Städtchen beeindruckt durch seine wunderschöne und gepflegte Fachwerk-Architektur. Eigentlich wollten wir das Museum "700 Jahre Badkultur" besuchen, aber der ausgemachte Termin war durch Umbaumaßnahmen nicht möglich. Deshalb blieb uns Zeit, durch die Stadt zu schlendern, uns an den Häusern zu erfreuen und z.B. in das Apotheken-Museum am Marktplatz zu gehen. Auch die Erkundung der Reste der alten Burg (erbaut vor dem 14. Jahrhundert) war möglich.
Spätestens um 17 Uhr hatten wir uns alle wieder im Nebenzimmer des Gasthofs "Sonne" am Marktplatz versammelt und stärkten uns für die Rückreise. Diese begann um 19:10 Uhr und um 20:48 waren wir in Karlsruhe.
Peter und Edgar hatten im Sommer bei der Vorbereitung für diesen Ausflug ganze Arbeit geleistet, wir alle danken ihnen herzlich dafür!
G.S.