Nachdem der TUS Rüppurr im vergangenen Jahr erstmals die baden-württembergischen Meisterschaften als urbanen Orientierungslauf direkt in der Ortslage von Rüppurr ausgerichtet hatte, stand aufgrund der positiven Resonanz schnell fest: Auch in diesem Jahr sollte ein Landesranglistenlauf in Rüppurr stattfinden.

Grundlage für den Wettkampf am 18. Juli war eine eigens erstellte Orientierungslaufkarte im Maßstab 1:4000. Sie umfasste das Gebiet östlich der Herrenalber Straße zwischen Battstraße und der Straße „Am Rüppurrer Schloss“. Die Erstellung einer solchen Karte ist mit erheblichem Aufwand verbunden – neben dem zeitintensiven Vermessen und Zeichnen mussten im Vorfeld auch sieben Genehmigungen bei Behörden und Institutionen eingeholt werden, darunter kostenpflichtige Genehmigungen des Ordnungsamts und des Forstamts der Stadt Karlsruhe. Ein besonderer Dank gilt den ViDia-Kliniken und der Diakonissenanstalt, die ihre weitläufigen Gelände ohne nennenswerte Einschränkungen für den Wettkampf zur Verfügung stellten.

Erik Döhler plante fünf anspruchsvolle Strecken zwischen 2,2 und 8,1 Kilometern Länge mit insgesamt 46 Kontrollposten. 73 Orientierungsläuferinnen und Orientierungsläufer nutzten am späten Samstagnachmittag die Gelegenheit, das besondere Wettkampfgebiet mitten in Rüppurr zu erkunden. Neben den baden-württembergischen Sportlerinnen und Sportlern, die um Landesranglistenpunkte kämpften, waren auch Teilnehmer aus dem Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz sowie aus der Schweiz und Frankreich vertreten. Das breit gefächerte Teilnehmerfeld reichte vom zehnjährigen Kind bis zum 81-jährigen Senior.

Im Abstand von jeweils zwei Minuten gestartet, musste jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer die schnellste und zugleich kürzeste Route zu den Kontrollposten selbst finden. Die angeregten Gespräche im Ziel machten deutlich, dass es zahlreiche knifflige Routenentscheidungen gab – insbesondere auf dem Gelände der ViDia-Kliniken und des Max-Planck-Gymnasiums.

Für die Durchführung des Wettkampfs engagierten sich 17 erwachsene Mitglieder der TUS-Abteilung Orientierungssport in der Organisation. Darüber hinaus gingen vier Kinder und Jugendliche des TUS erfolgreich an den Start: Elinor Schönebeck gewann bei den Mädchen bis 12 Jahre die 2,2 Kilometer lange Strecke mit 16 Kontrollposten in 19:04 Minuten. Julian Stemmler belegte auf derselben Strecke bei den Jungen bis 14 Jahre in starken 13:13 Minuten den zweiten Platz. In der männlichen Jugendklasse bis 18 Jahre, die bereits die anspruchsvollste Strecke über 8,1 Kilometer mit 37 Kontrollposten absolvieren musste, erreichten Simon Weber (38:28 Minuten) und Emil Prolingheuer (39:28 Minuten) die Plätze zwei und drei.

Kinder OLDa Orientierungslauf ein beliebter Sport für die ganze Familie ist, wurde auf dem Vereinsgelände zusätzlich ein rund 500 Meter langer Kinder-Orientierungslauf mit acht Kontrollposten angeboten. Zahlreiche Kinder nahmen dieses Angebot begeistert an. Wer alle Posten erfolgreich fand, durfte sich neben einer Urkunde auch über eine kleine süße Belohnung freuen.

Die aufwendig erstellte Orientierungslaufkarte wird auch künftig eine wertvolle Grundlage für das Training der Orientierungssportabteilung sein. Ob und wann erneut ein Wettkampf in Rüppurr stattfinden wird, ist derzeit noch offen. Sicher ist jedoch: Das abwechslungsreiche Gelände bietet weiterhin beste Voraussetzungen für spannende Orientierungsläufe.