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Das höre ich oft, wenn ich erzähle, dass ich diesen Sport betreibe. Ich sollte aber wohl von vorne anfangen: Ich bin Anja, und ich durfte dieses Jahr zum ersten Mal an der WTOC, der Weltmeisterschaft im Trail-O (Trail Orienteering oder Präzisionsorientieren) teilnehmen.

Karte PreO1Beim Trail-O – einer inklusiven Orientierungssportdisziplin, bei der die Orientierungskomponente im Vordergrund steht – wird eine Orientierungslaufkarte (siehe Foto) verwendet, auf der durch Kreise verschiedene Aufgaben markiert sind, welche je einem Objekt im Gelände entsprechen. Für jede dieser Aufgaben bedeutet das, von einem Weg aus korrekt zu entscheiden, ob einer der ein bis sechs dort platzierten Posten dem auf der Karte markierten Objekt entspricht oder nicht. Grundlegend gibt es drei Disziplinen, die auch bei der WM durchgeführt werden: PreO, TempO und die Staffel, welche aus den beiden anderen Disziplinen besteht. TempO ist die schnelle Disziplin; hier zählt neben der richtigen Antwort auch, dass man diese schnell gibt. Beim PreO geht es dagegen eher um Präzision, hier gibt es lediglich eine Maximalzeit, die nicht überschritten werden darf. Zusätzlich gibt es noch den PreO-Sprint, eine kürzere Abwandlung des PreOs. 

2025 war meine erste internationale Trail-O Saison, in der ich mich auch direkt für die Weltmeisterschaften qualifizieren konnte, welche Ende August 2025 in Ungarn und der Slowakei stattfanden. Ich startete in der Offenen Klasse, zusätzlich gibt es auch noch die Paralympische.

Trail O Posten1Am Tag nach der Anreise und der Eröffnungsfeier stand bereits der erste Wettkampf in Ungarn an, der erste Tag des PreOs, der bei der WM auf zwei Tage aufgeteilt ausgetragen wird. Dieser fand auf einem ehemaligen Vulkan statt, der auch für Bergbau genutzt wurde und heute steinige und teilweise bewachsene Hänge aufweist. Der Wettkampf bestand aus drei Abschnitten mit insgesamt 36 Aufgaben, die in der Maximalzeit von zwei Stunden gelöst werden mussten, sowie anschließend zwei Zeitstationen, die nach demselben Prinzip wie der TempO funktionieren. In den ersten beiden Abschnitten befand man sich auf dem Rand des Kraters und musste von dort die Aufgaben lösen, die sich am Hang des Kraters und auch auf dem gegenüberliegenden Rand befanden. Für die dritte Station ging es in den Krater, von wo man Posten am flacheren Rand zuordnen musste. Nicht nur die gestellten Aufgaben waren in diesem Wettkampf anspruchsvoll, sondern auch die Bedingungen durch heiße Temperaturen und pralle Sonne.

Der zweite Teil des PreO fand in Sümeg, einer Stadt in der Nähe des Balatons, statt. Die ersten beiden Abschnitte waren rund um die dortige Burg herum, während die beiden Zeitkontrollen sowie der dritte und letzte Abschnitt in Gelände mit einzelnen Büschen waren. Die Herausforderungen an diesem Tag lagen in der großen Entfernung der Posten sowie vielen Felswänden, die die Zuordnung zur Karte schwer machten. Diesen zweiten WM-Tag konnte ich mit nur zwei Fehlern bei 35 Aufgaben abschließen, mein bester PreO bisher.

Breckle Anja2Damit war der ungarische Teil der Trail-O WM abgeschlossen, und es ging am nächsten Tag weiter in die Slowakei, wo die Staffel und der TempO durchgeführt wurden. Da jedes Land nur eine Staffel stellen kann, war für mich der nächste und bereits letzte Wettkampf der WM der TempO. Am Vormittag war die TempO-Qualifikation, welche aus sechs Stationen mit je fünf Aufgaben bestand, die in allgemein steinigen, aber eher flachem Gelände stattfand. Das Finale, für welches ich mich jedoch nicht qualifizieren konnte, fand dann am selben Nachmittag statt. 

Insgesamt bin ich glücklich mit meiner Leistung. Ich konnte bei meiner ersten WM wertvolle Erfahrungen sammeln und mich im Wettkampf steigern. Es hat sehr viel Spaß gemacht, ich durfte tolle Leute kennenlernen und habe neue Freunde gefunden. Ich freue mich auf die nächsten Wettkämpfe und darauf, diesen tollen Sport weiter auszuüben. 

Text: Anja Breckle, Fotos: WM-Veranstalter

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