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Die Freude in der Orientierungslaufgemeinschaft war groß, als Mitte Juli der SV Wannweil zum ersten Wettkampf der Saison eingeladen hatte. Wohlweißlich war man bei der Jahresterminplanung 2021 von einem späten Saisonstart ausgegangen und alle Landesranglistenläufe waren erst ab Juli terminiert worden. Doch angesichts anhaltender Planungsunsicherheit infolge nur langsam zurückgehender Inzidenzwerte sagten drei von vier Ausrichtern ihre Veranstaltungen vor den Sommerferien ab. Umso mehr freute man sich, dass nun die Baden-Württembergischen Meisterschaften über die Mitteldistanz mit rund 100 Teilnehmern stattfinden konnten.

So begaben sich am 17. Juli auch acht Orientierungsläufer des TUS Rüppurr auf die Schwäbische Alb, um bei St. Johann Ohnastetten erstmals nach der pandemiebedingten Wettkampfpause wieder auf "Postenjagd" zu gehen. Das Gelände um den "Tränkstein" versprach steile Hänge, viele Felsen und wechselnde Vegetation – was der Ausrichter zu einer anspruchsvollen Bahnlegung zu kombinieren wusste: Feinorientierung und genauer Kompasslauf waren das A und O dieser Mitteldistanz-Meisterschaft. Zu den sportlichen Herausforderungen kamen Nebel und Regenschauer noch hinzu, so dass in allen Altersklassen die Leistungen teils weit auseinander gingen. Während die einen mangelnde Routine nach der langen Wettkampfpause beklagten, haderten andere mit der Witterung und der dadurch beeinträchtigten Lesbarkeit der Karte und Übersicht im Gelände. Das Glücksgefühl, den Lieblingssport wieder ausüben zu können, überwog aber doch bei allen.

Besonders erfreulich waren am Ende die Ergebnisse der TUS-Orientierungsläufer, die sich fast vollständig in den Medaillenrängen platzieren konnten. In den Schülerklassen belegte Marika Prolingheuer Platz 1 in der D14, ihr Bruder Emil wurde 2. in der H12, während Anja Breckle in der D16 den 3. Rang belegte. In den Altersklassen konnten durch Uta Spehr (D55) und Hans Breckle (H45) sogar zwei Landesmeistertitel errungen werden, was mit der Vizemeisterschaft von Markus Prolingheuer in der H35 abgerundet wurde. Ein Wermutstropfen blieb indes das (Melde-)Ergebnis in der Damenhauptklasse D19: Vom TUS hatte hier Luise Kärger die beste Laufzeit erreicht. Mangels ausreichender Konkurrenz konnte die Kategorie D19 jedoch nicht als Meisterschaft gewertet werden. Doch auch ohne diesen kleinen Makel fiel das persönliche Fazit der meisten positiv aus angesichts einer überaus erfolgreichen Gesamtbilanz von 3 x Gold, 2 x Silber und 1 x Bronze für den TUS.       

Markus Prolingheuer