Mitgliederentwicklung

 

  Mitglieder (total) Erwachsene  Jugend  
01.01.1979 273 200 73
08.06.1986 329 233 79
25.11.1987 341 234 81
23.11.1988 362 242 84
23.11.1989 363 250 78
15.11.1990 376 259 81
10.11.2000 335 282 53
06.11.2009 244 197 43
31.08.2010 250 204 46
31.08.2011 259 219 40
02.11.2012 259 221 38
07.11.2013 246 214 32
07.11.2014 234 205 29
06.11.2015 237 215 22
20.09.2016 232 211 21
31.10.2017 225 205 20
19.10.2018 208 191 17

* plus 15 Nichtmitglieder


Abteilungsleitung, Stellvertreter und Schriftführer

Datum Abteilungsleitung Stellvertreter Schriftführer
1978 - 1979 Dieter Jäger Hans Henning Jess  
1980 - 1984 Dr. Hartmut Braun Hans-Dieter Hadasch Gudrun Balley
1985 - 1985 Hans-Dieter Hadasch Rolf Heck Gudrun Balley
1986 - 1989 Hans-Dieter Hadasch Rolf Heck Gudrun Balley
1990 - 1991 Hans-Dieter Hadasch Rolf Heck Gudrun Balley
1992 - 1993 Hans-Dieter Hadasch Jochen Müller Ingo Herlet
1994 - 1995 Hans-Dieter Hadasch Jochen Müller Ingo Herlet
1996 - 1997 Hans-Dieter Hadasch Marianne Wendel Ingo Herlet
1998 - 2001 Karl-Heinz Froböse Manfred Schweiss  
2002 - 2007 Karl-Heinz Froböse Manfred Schweiss  
2008 - 2009 Karl-Heinz Froböse Axel Füller  
2010 - 2011 Wolfgang Baumstark Axel Füller  
2012 - 2016 Wolfgang Baumstark Axel Füller  
2017 - 2018 Wolfgang Baumstark Axel Füller  
2019 Wolfgang Baumstark Antje Kessel  

Sportbetrieb

Datum Tennisanlage Sportwart Jugendarbeit
1978 - 1979 Siegfried Rößler Manfred Biersch  
1980 - 1984 Siegfried Rößler Manfred Biersch Rudi Jerabek
1985 - 1985 Siegfried Rößler Manfred Biersch Rudi Jerabek
1986 - 1989 Siegfried Rößler Manfred Biersch  
1990 - 1991 Prof. Gert Peter Manfred Biersch  
1992 - 1993 Prof. Gert Peter Manfred Biersch  
1994 - 1995 Prof. Gert Peter Manfred Biersch  
1996 - 1997 Prof. Gert Peter Manfred Biersch  
1998 - 2001 Prof. Gert Peter Manfred Biersch  
2002 - 2007     Natalie Haffner
2008 - 2009   Axel Füller Natalie Haffner
2010 - 2011   Axel Füller Natalie Haffner
2012 - 2016   Axel Füller Jochen Müller, Andrea Diemer
2017 - 2018   Axel Füller Julia und Fabian Füller
2019 -  

Silke Seifert

Sandro Boni

Mathias Hollerbach

Julia und Fabian Füller

 

01


Wenn man in den Annalen des TUS-Rüppurr nach der Gründung der Tennisabteilung forscht, kann man den Eindruck gewinnen, dass die Gründung terminlich mit der Eröffnung zusammenfällt. Am 09.02.1978 fand eine Vorstands-Sitzung statt, in der die Abteilungsführung beschlossen und festgehalten wurde, was als nächstes zu tun ist (siehe folgende Originalabbildung):

01

02

In der „Niederschrift über die am 16.Februar 1978 stattgefundene Besprechung mit den Tennisfreunden“ ist mir ein Satz aufgefallen, der mich stutzig gemacht hat. Er lautet: Immerhin hat es 4 Jahre gedauert bis der Verein die Genehmigung zur Erstellung von Tennisplätzen erhielt (siehe folgende Originalabbildung

03

04

Mein Interesse war geweckt. Ich wollte nun gerne wissen was da in diesen vier Jahren gelaufen ist?

Gott sei Dank fand ich in Dr. Helmut Viesel und Siegbert Kessel zwei Menschen die mehr wussten und auch gerne darüber sprechen wollten.

Das Ganze begann in einer geselligen Runde, die sich nach einer Sitzung des Ortsverbandes Rüppurr der SPD stattfand. Warum erwähne ich das? Weil die gesellschaftlich politische Ausrichtung einzelner Gruppen noch eine Rolle spielt.

Die Gruppe bestand aus Dr. Helmut Viesel und seiner Frau, Siegbert und Karola Kessel, Frithjof Kessel und Hans-Friedrich Groh, genannt „Fritz“. Es war Helmut Viesel der de Frage in die Runde warf: Wollen wir einen Tennisverein in Rüppurr gründen, der das Tennisspielen als Freizeitvergnügen betrachtet, ohne jeden Leistungsdruck, rein aus „Spaß an der Freude“. Jetzt habe ich auch verstanden warum die Genehmigung für die Meldung von Medenmannschaften Jahre später so schwierig war. Es war der Gründergeist der noch eine Rolle spielte Der TCR kam für diese Runde nicht in Frage, weil dort der Leistungsgedanke bis hin zur Teilnahme an der Tennisbundesliga vorherrschte. Davon wollte man sich ausdrücklich unterscheiden.

Schnell musste man erkennen, dass für einen eigenen Verein die Strukturen fehlen und deren Herstellung zu aufwändig wäre. Also suchte man einen bestehenden Verein in dem man seine Ideen verwirklichen konnte und da kommt der TUS ins Spiel.

Die damalige Vereinsleitung (Erwin Moser, genannt Ossi) war nicht so richtig begeistert. Und da kommt jetzt wieder die Politik ins Spiel. Die Vereinsleitung des TUS war ehe konservativ geprägt während die andere Seite wie bereits erwähnt sozialdemokratisch orientiert war. Und das spielte in der damaligen Zeit eine wesentlich wichtigere Rolle als heute.  Aber man wusste sich zu helfen. Und jetzt greift Prof. Dr. Christian Müller ein. Seine Frau und seine Töchter wollen ebenfalls gerne Tennis spielen. Er war ein bekannter Rüppurrer und kannte den inzwischen neu zum 1. Vorsitzenden des TUS gewählten Otto Hirth sehr gut, da sie nahezu Nachbarn waren. Inzwischen hatte man eine Interessengrupp mit dem Arbeitstitel Tennisfreunde Rüppurr gegründet. Man ging aktiv auf die Menschen zu von denen man glaubte, dass sie an Tennis interessiert wären.

Ein Werbeschreiben des Christian Müller vom 14.03.1975 zeigt wie man sich das Ganze vorstellt und hat seine positive Wirkung nicht verfehlt.

Die hier aufgeführten Vorstellungen für die Realisierung des Freizeittennis waren außerordentlich sozial gestaltet, allerding bei näherem Hinsehen auch etwas unrealistisch. Mit den aufgestellten Bedingungen, besonders den finanziellen, wäre es sicher nicht möglich gewesen die geplante Investition durchzuführen, ganz zu schweigen von der Deckung der laufenden Kosten. Es kam ja dann später auch alles ganz anders.

05

Es meldeten sich nahezu 400 Interessenten. Bemerkenswert dabei ist, dass die Mehrzahl noch nicht Mitglieder des TUS waren. Die persönlich Verbindung Müller / Hirth und die Liste der Interessierten verfehlten ihre Wirkung nicht. Der TUS erkannte die doppelte Chance die sich hier bot. Zum einen eine beträchtlichen Zugewinn an Mitgliedern und eine nicht weniger beträchtliche Erweiterung des Portfolios durch die dank relativ hoher Aufnahmegebühren stark fremd finanzierten Bau von 6 Tennisplätzen.

Jetzt war die Zustimmung vorhanden und die Probleme begannen von Neuem. Der vorgesehene Platz, ein kleiner Teil der Stadtgärtnerei, schien trotz allen Wohlwollens der damaligen Gartenbaudirektors Prof. Robert Mürb, nicht zum Zug zu kommen wegen des Wassereinzugsgebiets.

Und damit schlug die Stunde des in Rüppurr ansässigen, Karlsruheweit bekannten Politikers und positiven Strippenziehers mit Namen Günther Rüssel. Ihm gelang es mit Unterstützung des Bürgermeisters Dr. Walter Wäldele und Prof. Kühnewein ein Gutachten erstellen zu lassen das zum Ergebnis kam: In diesem Gelände können ohne jeden Nachteil für Umwelt und Natur  Tennisplätze gebaut werden.

Dass es dabei auch noch diverse Probleme gab ist selbstverständlich, würde aber den Rahmen dieses Artikels sprengen (näheres hierzu siehe Kapitel Tennispavillion).

Im Frühjahr des Jahres 1978 erfolgte dann die Zusage an die Glücklichen, dass sie in die Tennisabteilung aufgenommen würden. Da die Nachfrage die Platzkapazität bei weitem überstieg, musste ein Weg gefunden werden niemanden zu benachteiligen. Aufgenommen wurden nur TUS Mitglieder und da ging es dann nach der Dauer der Zugehörigkeit. Wer nicht aufgenommen wurde landete auf der Warteliste, die zu diesem Zeitpunkt mehr als 300 Personen umfasste. Ironie des Schicksals, der Mann der eigentlich, mit Fug und Recht als Begründer der Tennisabteilung bezeichnet werden darf, fiel durch den Rost und landete auf der Warteliste, Dr. Helmut Viesel.

Die Platzeröffnung war für das Frühjahr 1978 geplant. Alles war bereit, ja und dann? Dann kam der große Regen! Sintflutartig fiel das Wasser vom Himmel. Ganz Rüppurr stand unter Wasser, so auch unsere Tennisplätze. Die Eröffnung musste deshalb etwas verschoben werden, fand aber dennoch im Jahre 1978 statt. Aber das ist eine andere Geschichte...

06


Chronik der Tennisabteilung aus Anlass des 40jährigen Bestehens

Die Abteilungsleitung hatte die ausgezeichnete Idee, aus Anlass des 40jährigem Bestehen der Tennisabteilung, eine Chronik herauszugeben. Da es nicht nur in der Industrie üblich ist Aufträge zu delegieren, wurde ich gebeten mich darum zu kümmern. Da bekanntlich Rentner Zeit haben, habe ich zugesagt, ohne richtig einzuschätzen was da auf mich zukommt.

Schnell musste ich erkennen, dass man hier mit der üblichen als Buch produzierten Chronik nicht zurechtkommt. Außerdem wollte ich diese Chronik so gestalten, dass jeder daran mitarbeiten kann, damit sie immer informativer wird und immer aktuell bleibt.

Deshalb habe ich verschiedene Themenkreise gebildet und Mitstreiter gesucht, von denen jeder einen solchen Themenkreis übernimmt und bearbeitet.

Das Ergebnis dieser Gemeinschaftsarbeit liegt nun vor. Wir haben sozusagen den Rohbau der Tennis-Chronik erstellt. Jetzt liegt es an jedem einzelnen Mitglied den Innenausbau voranzutreiben. Wenn Sie Unterlagen besitzen die in Verbindung zur Tennisabteilung interessant sind, stellen Sie sie der Abteilungsleitung zur Verfügung. Wenn Sie Fehler in dieser Chronik finden, die sich aus Gründen mangelnder Archivierung der Unterlagen, gar nicht vermeiden ließen, sie aber aus ihrer persönlichen Erinnerung besser Bescheid wissen helfen Sie uns besser zu werden.

Beteiligen Sie sich bitte rege am Ausbau dieser Chronik. Sie ist so angelegt, dass sie nie ganz fertig ist, weil, wie wir hoffen, die Tennisabteilung auch in weiter Zukunft noch Bestandteil des TUS Rüppurr sein wird.

Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern an dieser Chronik. Es sind eine ganze Reihe. Nicht so viel wie ich mir erhofft hatte aber immerhin zu viel, um sie hier im Einzelnen aufzuzählen. Tausend Dank an Euch alle!

Karlsruhe im Jahr 2018

Manfred Schweiss und das Team der Tennis-Chronik-Redaktion

 

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